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Plangrid iPad App

Immer wieder stellt sich die Frage: Wie teile ich Grundrisse, Schnitte oder Projektansichten meines Laserscanning-Projekts mit meinen Kunden? Und wie arbeite ich kollaborativ mit allen Projektbeteiligten an diesen Ansichten? Als eine sehr interessante Lösung bietet hier die Firma Plangrid eine Kombination aus Online-Service sowie IOS App für das iPad bzw. iPad mini.

Plangrid iPad App Layout

Der Grundgedanke ist es dabei, einen Plan im PDF-Format beim Online-Service von Plangrid hochzuladen. Dieser Schritt erfolgt meist im Büro des entsprechenden Planungsbüros. Sobald das PDF auf den sicheren Online-Servern hinterlegt ist, kann der Benutzer nun alle beteiligten Personen per E-Mail-Adresse zum entsprechenden Projekt einladen. Besitzen diese ein iPad, können sie über die kostenlose App Plangrid direkt auf das Projekt zugreifen und die entsprechenden Pläne aufrufen. Die App bietet dabei dem Anwender vor Ort die folgenden Möglichkeiten:

  • Maße abgreifen
  • Markierungen einfügen
  • Fotos zur Dokumentation direkt vor Ort machen
  • Beschriftungen hinzufügen
  • u .v. m.

Letztlich können nun die Arbeiter auf der Baustelle direkt mit den Plänen arbeiten, diese um Fotos, Hinweise und weitere Informationen ergänzen oder ganz einfach Maße kontrollieren. Der Clou an der Sache ist, dass die Mitarbeiter im Büro jede Ergänzung sofort erhalten und somit immer auf dem aktuellen Stand sind. Also ein idealer Workflow zum kollaborativen Arbeiten zwischen Planungszentrale und den einzelnen Mitarbeitern auf der Baustelle.

Plangrid iPad App Panorama

Mit unseren Werkzeugen Grundriss, Schnitt und WebExport erstellen Sie ab sofort aus Ihre Punktwolke einen in Plangrid verwendbaren PDF-Plan. Dokumentieren Sie also Ihr Objekt einmal per 3D-Laserscanning, erzeugen Sie mit PointCab die benötigten Grundrisse, Schnitte und Panoramen und arbeiten Sie via Plangrid kollaborativ an Ihrem Projekt.

Heute möchten wir Euch zeigen, wie Ihr aus der Punktwolke Eures Laserscanners ein Mesh einer Raumwand erstellen könnt. Hier könnt Ihr das Punktwolken-Beispiel herunter laden. Wir starten mit einer ganz einfachen Wand, welche auf dem folgenden Scan zu sehen (Scan Fassade 15) ist.

So sieht die Wand in der Panorama Ansicht in PointCab aus.

Nachdem Sie die Punktwolken importiert haben, sehen Sie die Standardansichten. Als erstes passen wir die Voreinstellungen an. Gehen Sie dazu auf Datei–>Einstellungen und aktivieren Sie den Reiter für die Mesh Einstellungen und setzen die Mesh Genauigkeit auf 1cm und den Median Kernel Filter auf 0. Bestätigen Sie dann mit OK.

Passen Sie die Mesh Einstellungen an.

Nun definieren wir einen Schnitt in der Top Ansicht. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

  1. Definieren Sie den Schnitt etwas größer als die eigentliche Wand. Den genauen Bereich für die Vermaschung definieren wir später.
  2. Positionieren Sie die Schnittlinie (rot gestrichelte Linie) genau auf der Wandlinie.
  3. Wählen Sie eine möglichst schmale Clipping Box. In unserem Fall beinhaltet dieser Schnitt die Punkte 3cm vor und hinter der Schnittlinie.
  4. Für ein detaillierte Darstellung nutzen Sie 5mm als Bildauflösung.

Die richtigen Schnitt Einstellungen für die spätere Vermaschung

Öffnen Sie nun die Front-Ansicht und passen die Schnitt-Definition in der Höhe an. Auch hier ziehen wir die Grenzen nicht exakt auf Deckenhöhe und Fußbodenhöhe. Vielmehr enden wir jeweils im Mauerwerk.

Passen Sie Ihre Schnitt Definition in der Front-Ansicht an.

Starten Sie nun die Berechnung und öffnen Sie im Anschluss den Schnitt durch rechten Mausklick–>Öffnen auf den Auftrag.

Machen Sie einen rechten Mausklick auf den Schnitt-Auftrag und klicken auf öffnen

Sie sehen nun das Orthofoto. Sehr schön sieht man beispielsweise die Steckdosen und die Spiegelungen der Fensterflächen. Am Boden sieht man sogar die Aussparung, welche durch die Fußbodenleisten hervorgerufen wird. Wir definieren nun den Bereich für die Vermaschung. Wenn Sie die Shift Taste gedrückt halten können Sie achsparallele Linien zeichnen.

Die Orthofoto Fläche für die Mesh Erstellung

Aktivieren Sie nun das Mesh-Werkzeug und fahren exakt die Kanten Ihrer Wand ab. Um die Einstellungen besser zu verstehen, setzen Sie nun die Mesh-Genauigkeit auf 5mm und den Filter auf 0cm und starten die Berechnung.

Versuchen Sie es erst mit detaillierten Einstellungen

Nach der Berechnung sehen Sie bereits die vielen Mesh Punkte. Öffnen Sie aber erst mal das Ergebnis im 3D View indem Sie wieder einen rechten Mausklick auf den Job machen und auf öffnen gehen.

Öffnen Sie das Mesh im 3D View.

 

Machen Sie einen rechten Mausklick und gehen auf Editieren

Im Ergebniss sehen Sie nun, das es doch einige Störpunkte gibt. Passen wir also die Mesh-Berechnungsoptionen an, um eine glatte Fläche zu erhalten. Probieren wir es mit den folgenden Einstellungen:

  • Mesh Genauigkeit 1cm – bedeutet nur Punkte die mehr als 1cm aus der Fläche herausragen, erzeugen einen neuen Mesh-Punkt
  • Filter Objekte 5cm – Alle Unebenheiten die kleiner als 5x5cm werden geglättet

Immer wenn Sie auf Edit gehen, wird das Alte Mesh gelöscht und die neuen Einstellungen werden übernommen. So können Sie also sehr schnell probieren ohne viele Daten zu erzeugen. Und hier das Ergebnis.

Das Mesh aus Ihrer Punktwolke

Das Mesh aus Ihrer Punktwolke

Je nachdem in welchem Format (DWG, DXF, DAE) Sie das Mesh erstellt haben, finden Sie es im Ordner: Project_Results3D In diesem Fall hat PointCab eine DWG Datei erstellt. Diese ist lediglich 65kb groß und kann somit einfach in jedem CAD-Programm weiter verarbeitet werden. Das Beispiel DWG können Sie hier herunter laden. Hier noch ein Screenshot des Ergebnis in DWG TrueView von Autodesk.

DWG in DWG TrueView

DWG in DWG TrueView

Weiter Tutorials finden Sie hier: https://www.pointcab-software.com/support/tutorials/

Welches ist der richtige terrestrische Laserscanner?

Immer wieder fragen uns unsere Kunden, welches der richtige terrestrische Laserscanner für Ihre Anwendung ist. Naja pauschal kann man das wie so häufig bei einem technischen Produkt nicht beantworten. Grundsätzlich sollte aber folgendes beachtet werden.

Erst einmal reden wir hier nur über terrestrische Laserscanner. Diese lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen:

  • terrestrische Laserscanner mit dem Phasen-Differenz-Messverfahren
  • terrestrische Laserscanner mit dem Impuls-Messverfahren

Für wen eignet sich ein Laserscanner nach dem Phasen-Differenz-Verfahren?

Die Scanner zeichnen sich durch hohe Messgeschwindigkeit und durch eine hohe Genauigkeit aus. Vorrangig also für Kunden die in kürzester Zeit Rundumansichten einscannen und dabei meist unter hohen Zeitdruck arbeiten. Jeder der einen Phasen-Differenz-Scanner das erste Mal live erlebt, ist von der hohen Messgeschwindigkeit stark beeindruckt. Die Anwendungsgebiete liegen im Innen und Außenbereich.

Welche terrestrischen Phasen-Differenz Laserscanner gibt es?

Die bekanntesten Laserscanner sind wohl momentan:

FARO Focus 3D

Trimble TX5

Zoller und Fröhlich Imager 5010 C

Basis Software Surphaser

u.v.m.

Für wen eignet sich eine terrestrischer Laserscanner nach dem Impulsverfahren?

Die extreme Reichweite machen diese Laserscanner besonders für Einsatzgebiete im Außenbereich mit langen Zielweiten interessant. Im ersten Moment wird oft angebracht, dass diese Scanner langsamer als Phasendifferenz Laserscanner sind, jedoch wird häufig auch kein Vollpanorama eingescannt. Vielmehr selektiert man auf dem integrierten Displays einen bestimmten Bereich (ein Bauwerk, einen Tagebau) und scannt diese aus großer Entfernung ein.

Welche terrestrischen Impuls-Laserscanner gibt es?

Leica ScanStation C10

Riegl VZ-400-6000

Maptek I-Site 8810

u.v.m.

Terrestrischen Laserscanner mieten oder kaufen?

Grundsätzlich kann man nur empfehlen, egal für welchen Typ von Laserscanner man sich entscheidet, diesen für die ersten Projekte anzumieten. Erst bei der Abwicklung der ersten Projekte erkennt man Möglichkeiten und die Herausforderungen dieser Technologie. Selbst aktuelle Geräte wie den Trimble TX5 kann man schon für einige hundert Euro mieten. Schauen Sie doch einfach mal im WebShop unseres Partners Laserscanning Europe.